Warum Papierflocken als Dämmung

In den Tagen wurden wir oft mit der Frage konfrontiert, warum wir unser Häuser in Holzriegelbauweise und nicht in Brettsperrholzelementen ausführen?

 

Nun, grundsätzlich finden wir, dass Brettsperrholzelemente eine tolle Sache sind. Mehrschichtiger Aufbau aus Holzteile wären für unser Haus passend. Formstabil, natürlich, dünn und zart, also Oberfläche sehr natürlich, wenn geölt.

 

Wichtig ist jedoch auch für uns der U-Wert, also jener Wert, der den Wärmedämmgehalt charakterisiert, und somit entscheidenden Einfluss auf die Oberflächentemperatur und die Heizkosten hat. Und da ist eine zusätzliche Wärmedämmung auf das Holzelement erforderlich. Einerseits wollen wir eine gut gedämmte Fassade, die ökologisch vertretbar ist. Und da wäre ein Aufbau nur mit einem Vollwärmeschutzsystem möglich. Leistbar nur mit EPS, mind. 20cm dick. Wir haben das der Holzriegelwand, mit 24cm Wärmedämmung aus recycelten Papierflocken gegenüber gestellt und uns für die 2 Variante entschieden. Für uns ist immer noch nicht gelöst, wie in vielen Jahren das EPS entsorgt werden wird. Angesehen davon, dass hier eine hoher Energieaufwand für die Produktion des Wärmedämmstoffes erforderlich ist.

 

Deshalb bleiben wir bei der Riegelwand, 24cm stark, innen mit verklebten OSB-Platten verkleidet, außen mit diffusionsoffenen Weichfaserplatte und diffusionsoffenem Putz verkleidet. Damit die Außenwand auch tatsächlich über die Jahre keine erhalten bleibt, wird innen eine Installationsebene vorgesetzt. Wasser, Strom und sonstige Leitungen durchdringen die luftdichte Hülle nicht.

Toll wäre natürlich, anstatt der Papierflocken mit Stroh zu dämmen. Jedoch haben wir hier, um ganz offen und ehrlich zu sein, einfach keine Erfahrung und verlassen uns auf unser bisher Erprobtes. Aber, wir forschen und probieren weiter.

 

Wir denken, dass wir hier einen erprobten, zeitlosen und langlebigen Wandaufbau gewählt haben, an dem unsere Kunden lange Freude haben werden.



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